Quokka: Das glücklichste Tier der Welt
(und warum das nicht ganz stimmt)
Ein Lächeln, das die Welt erobert
Auf einer kleinen Insel vor der Westküste Australiens lebt ein Tier, das auf Fotos fast immer aussieht, als würde es fröhlich grinsen: das Quokka. Millionen Menschen kennen die niedlichen Tiere aus Selfies im Internet. Manche reisen sogar extra nach Western Australia, um ein Foto mit einer der Grinsebacken zu machen.
Was gibt’s denn da zu grinsen?
Das Geheimnis ihres Lächelns liegt im Kiefer der Tiere. Quokkas haben ein schmales Maul mit vorstehenden Scheidezähnen, perfekt geformt, um zähe Pflanzen abzuzupfen und zu zerkleinern. Genau diese Form lässt ihr Gesicht aussehen, als würden sie ständig lachen, sogar im Schlaf!
Verwandt mit dem Känguru
Vor rund 330 Jahren segelte der niederländische Entdecker Willem de Vlamingh an die Westküste Australiens. Als er die pelzigen Tiere durchs Gestrüpp hüpfen sah, hielt er sie für übergroße Ratten und nannte die Insel kurzerhand „Rattennest“. Der Name „Rottnest Island“ ist bis heute geblieben, dabei hat ein Quokka mit einer Ratte ungefähr so viel gemeinsam wie ein Frosch mit einem Fisch.
Quokkas gehören zur selben Familie wie Känguru und Wallaby, hüpfen auf kräftigen Hinterbeinen durchs Unterholz und tragen ihre Jungen in einem Beutel am Bauch. Quokka-Babys nennt man übrigens Joeys!
Zuhause auf einer Insel ohne Feinde
Früher lebten Quokkas überall im Westen Australiens. Heute lebt der Großteil auf Rottnest Island und nur eine kleine Gruppe wohnt noch auf dem Festland. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es sie. Insgesamt gibt es nach Schätzungen nur noch 10.000 bis 15.000 Quokkas. Daher gilt die Art auch als gefährdet.
Auf Rottnest Island gibt es aber keine Autos und keine Raubtiere – perfekte Bedingungen für ein entspanntes Quokka-Leben. Kein Wunder, dass die Tiere eher neugierig als ängstlich auf Menschen reagieren.
Nur gucken, nicht knuddeln!
Aber der Trubel um die berühmten Selfies mit den freundlichen Tieren hat auch seine Schattenseiten: Die Tiere kommen den Besucherinnen und Besuchern oft zu nah oder werden heimlich von ihnen gefüttert. Das ist streng verboten und kostet sogar Strafen, denn menschliches Essen macht Quokkas krank. Und auch wenn sie süß aussehen: Quokkas bleiben Wildtiere, die kratzen und beißen können, wenn man ihnen zu nahekommt.
Wer einmal ein Quokka besuchen kann, kann ganz einfach mithelfen, dass es den Tieren weiter gut geht:
- Abstand halten
- Nicht anfassen oder streicheln
- Nicht füttern
- Auf den ausgeschilderten Wegen bleiben
- Für ein gemeinsames Foto auf Abstand bleiben und zum Beispiel einen Selfie-Stick nutzen.
Quellen: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/instagram-hype-fuer-ein-selfie-mit-dem-quokka-kommen-tausende-touristen-nach-rottnest-island https://www.geo.de/geolino/tierlexikon/16700-rtkl-kaengurus-quokka-niedliches-beuteltier https://lonepinekoalasanctuary.com/quokka/ https://www.rottnestisland.com/see-do/wildlife-nature/quokkas https://kids.nationalgeographic.com/animals/mammals/facts/quokka https://unsplash.com/de/fotos/ein-kleines-tier-auf-einem-baumstamm-364fWlWEVqI https://www.westernaustralia.com/de/plan-my-trip/planning-tools/travel-stories/everything-you-ever-wanted-to-know-about-quokkas https://wwf.org.au/blogs/8-interesting-facts-about-quokkas/
