Ein Vertrag zum Schutz der Ozeane

Rettet die Hohe See: Ein Vertrag zum Schutz der Ozeane

Es gibt gute Nachrichten für Wale, Haie und geheimnisvolle Tiefseewesen: Das neue Hochseeschutzabkommen der Vereinten Nationen ist am 17. Januar 2026 in Kraft getreten. Mehr als 80 Länder machen mit, darunter auch Deutschland. Gemeinsam wollen sie einen riesigen Teil unseres Planeten besser beschützen: die Hohe See.

Was ist die Hohe See?

Die Weltmeere bedecken über 70 Prozent der Erde. Jedes Land hat Meeresgebiete, die zu ihm gehören. Doch weit draußen, hinter diesen Grenzen, liegt die Hohe See. Sie gehört niemandem allein. Und genau das war lange Zeit ein Problem.

Dort draußen schwimmen Thunfische durch endlose Weiten, Meeresschildkröten legen tausende Kilometer zurück, und in der Dunkelheit der Tiefsee leben Tiere, die aussehen wie aus einem Science-Fiction-Film. Forschende entdecken mit Unterwasserkameras immer neue Arten. Manche Gegenden der Tiefsee sind weniger erforscht als die Oberfläche des Mondes!

Warum brauchen unsere Ozeane Hilfe?

  • Sie produzieren einen großen Teil des Sauerstoffs, den wir atmen.
  • Sie speichern Kohlendioxid und helfen so beim Klimaschutz.
  • Sie versorgen viele Menschen mit Nahrung.

Doch es läuft nicht alles rund. Es werden zu viele Fische gefangen. Plastik treibt im Wasser. Durch den Klimawandel wird das Meer wärmer. Etwa ein Viertel der bekannten Arten in der Hohen See gilt bereits als bedroht. Und der Meeresspiegel ist seit 1901 um fast 23 Zentimeter. Für viele Küstenregionen ist das gefährlich.

Was steht im neuen Regelwerk?

Das neue Abkommen ist wie ein großes Regelbuch für die Ozeane. Zum ersten Mal gibt es eine gemeinsame Vereinbarung für die gesamte Hohe See.

Zu den wichtigsten Ideen gehören:

🌊 Meeresschutzgebiete

Besonders empfindliche Gebiete, etwa mit Korallenriffen oder seltenen Arten, können unter Schutz gestellt werden. Dort gelten strengere Regeln für Fischerei, Schifffahrt oder Rohstoffabbau.

🔎 Umwelt-Checks vor großen Projekten

Bevor zum Beispiel in der Tiefsee nach Metallen gesucht oder eine schwimmende Energieanlage gebaut wird, muss genau geprüft werden: Schadet das der Natur? Erst nach einer gründlichen Umweltprüfung darf es losgehen.

⚖️ Faire Nutzung von Meeres-Schätzen

In der Hochsee leben winzige Organismen, die für Medizin oder Forschung spannend sind. Künftig soll geregelt sein, dass Vorteile aus solchen Entdeckungen fair geteilt werden.

👀 Kontrolle auf hoher See

Regeln bringen nur etwas, wenn sie auch eingehalten werden. Deshalb sind Überwachung, Kontrollen und sogar Strafen geplant, falls sich jemand nicht an die Abmachungen hält.

 

Warum macht das Hoffnung?

Das Hochseeschutzabkommen gilt als einer der größten Erfolge im internationalen Umweltschutz der letzten Jahre. Es zeigt: Wenn Länder zusammenarbeiten, können sie selbst riesige und komplizierte Probleme anpacken.

Die Ziele sind klar:

  • Die Artenvielfalt retten
  • Die Ozeane gesund machen
  • Und dafür sorgen, dass alle Länder fair mit den Meeresressourcen umgehen

Die Hohe See ist der größte Lebensraum der Erde. Mit dem neuen Abkommen bekommt sie nun endlich einen starken Schutz. Und das ist nicht nur gut für Wale und Quallen, sondern auch für uns Menschen. 🌍🌊


Quellen:
https://unsplash.com/de/fotos/gelber-und-weisser-fisch-im-aquarium-zYB5sAxoDs4
https://www.allianz-meeresforschung.de/news/un-hochseeschutzabkommen-meilenstein-fuer-marine-biodiversitaet
https://www.zdfheute.de/wissen/klimawandel-ozean-krise-100.html
https://www.logo.de/hochseeschutzabkommen-einfach-erklaert-100.html
https://www.zdfheute.de/wissen/un-hochseeabkommen-meeresschutz-ozeane-tiefsee-hochsee-100.html
https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/un-hochseeschutzabkommen-2397340
https://goodnews-magazin.de/jahrhundert-abkommen-tritt-in-kraft
https://www.tagesschau.de/wissen/klima/hochseeschutzabkommen-100.html
https://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/un-hochseeschutzabkommen