Froschkonzerte

Froschkonzert am Teich: Wer quakt am lautesten?

Nach Einbruch der Dunkelheit erwacht am Teich ein einzigartiges Orchester. Nicht Menschen oder Maschinen spielen hier die Musik, sondern kleine, grüne Sänger: die Frösche! Mit ihren lauten Rufen verwandeln sie Feuchtgebiete in Konzertbühnen der Natur.

Die Stars des Teiches

Es sind meistens die Froschmännchen, die die Show eröffnen. Sie pressen Luft aus ihren Lungen, lassen sie durch den Kehlkopf in ihre Schallblasen fließen, ballonartige Hautblasen unter dem Kinn, und schon ertönt der erste Ton. Manche Töne sind dumpf wie ein Knurren, andere gurgeln hell oder keckern schnell wie ein rhythmisches Trommeln.

Je nach Art klingen die Rufe ganz unterschiedlich:

Wenn ihr genau hinhört, könnt ihr die Arten vielleicht sogar unterscheiden.

Liebe auf den ersten Quak

Warum quaken Frösche überhaupt so laut? Die Antwort ist einfach: Liebe! Im Frühjahr und Sommer wollen die Männchen Weibchen beeindrucken. Die Regeln sind simpel: Je lauter, desto besser! Manche Frösche schaffen es, ihre Stimmen bis zu zwei Kilometer weit zu tragen, ganz ohne Mikrofon oder Verstärker.

Und wie bei echten Konzerten hängt der Rhythmus oft vom Wetter ab: Je wärmer die Nacht, desto schneller die Rufe. So kann es passieren, dass die Frösche schon im Frühling früher und schneller loslegen: im Turbo-Modus!

Warum Froschkonzerte wichtig sind

Die nächtlichen Konzerte sind nicht nur schön anzuhören. Sie verraten auch viel über die Gesundheit von Feuchtgebieten. Ein Teich voller quakender Sänger zeigt, dass dort Pflanzen, Insekten und andere Tiere im Gleichgewicht leben. Stille dagegen kann ein Warnsignal sein.

Heute helfen Forscher dabei, diese „Naturkonzerte“ zu verstehen. Sie nutzen kleine Aufnahmegeräte und sogar Künstliche Intelligenz, um herauszufinden, welche Arten gerade singen. So können sie besser verstehen, wo Frösche geschützt werden müssen.

 Frösche brauchen Schutz

Frösche sind in Europa gesetzlich besonders geschützt. Ihre Lebensräume werden immer kleiner, deshalb ist jeder Teich wertvoll. Auch wenn die nächtlichen Rufe manchmal Nachbarn stören, dürfen Frösche nicht gefangen oder verletzt werden.

Lausche dem Teich!

Vielleicht hört ihr bald das dumpfe Knurren des Grasfrosches, das helle Gurgeln des Teichfrosches oder das laute Rätschen der Kreuzkröte. Wer genau hinhört, erlebt ein Naturkonzert, das nicht nur Ohren, sondern auch Herz erfreut.

 

Quellen:
https://unsplash.com/de/fotos/gruner-frosch-auf-grunem-blatt-S1zA6AR50X8
https://www.ari.vic.gov.au/research/technology-and-skills/monitoring-techniques/artificial-intelligence-identifies-frogs-by-their-calls
https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimawandel-froesche-beginnen-frueher-im-turbo-modus-zu-quaken-a-52b5b496-9878-4b27-b34e-d900860be60b
https://www.br.de/kinder/frosch-froesche-lautes-quaken-zur-paarungszeit-100.html
https://baden-wuerttemberg.nabu.de/tiere-und-pflanzen/amphibien-und-reptilien/amphibien/wissen/14054.html
https://www.nabu-leipzig.de/gruppen/arbeitskreis-amphibienschutz/froschl%C3%A4rm/
https://www.najuversum.de/froschkonzert/
https://doi.org/10.51244/ijrsi.2025.12010077
https://www.stiftungsland.de/touren-und-termine/saison/froschkonzerte/