Oh nein, eine nervige Mücke

Oh nein, ’ne Mücke! … aber mehr als nur nervig

Bssss … Wer war das?! Kennst du das auch? Du willst gerade schlafen gehen und dann: Bssss! Eine Mücke schwirrt um das Ohr. Sie raubt dir den Schlaf, hinterlässt juckende Stiche und nervt einfach nur. Dabei ist das nicht mal alles: Mücken können auch gefährliche Krankheiten übertragen, wie Malaria oder das Zika-Virus. Aber wenn sie so lästig und sogar gefährlich sind – warum rotten wir Mücken nicht einfach aus?

Warum stechen Mücken überhaupt?
Nicht alle Mücken wollen an unser Blut. In Deutschland gibt es 28 Mückenfamilien und die Stechmücke ist nur eine dieser Familien. Die meisten Mücken, insbesondere die Männchen, trinken einfach nur süße Pflanzensäfte. Nur die Weibchen brauchen Blut, um ihre Eier entwickeln zu können. Sie stechen also nicht aus Wut oder Spaß, sondern weil sie Nachwuchs bekommen wollen. Beim Stechen spritzen sie einen Mix aus Eiweißen in unsere Haut, damit das Blut besser fließt und wir den Stich nicht spüren. Unser Körper merkt das aber trotzdem und reagiert mit Juckreiz.

Wen von uns stechen die Mücken am liebsten?
Man hat das Gefühl, dass es immer eine Person gibt, die besonders häufig der Mücke zum Opfer fällt. Das liegt daran, dass Mücken besonders gut riechen können. Sie mögen bestimmte Körpergerüche mehr als andere. Auch die Blutgruppe spielt eine Rolle. Menschen mit der Blutgruppe 0 werden zum Beispiel öfter gestochen als andere. Beeinflussen kann man das kaum, leider!

Licht aus – hilft das?
Viele glauben, dass Mücken vom Licht angezogen werden, so wie Motten. Aber: Mücken sehen gar nicht gut! Sie fliegen nicht ins Licht, sondern kommen, weil sie uns riechen. Licht ausmachen hilft da also nicht wirklich.

Warum brauchen wir dann Mücken überhaupt?

Jetzt zur großen Frage vom Anfang: Warum rotten wir Mücken nicht einfach aus, wenn sie so nervig sind? Weil Mücken viel wichtiger sind, als man denkt!

  • Ihre Larven reinigen Gewässer, in denen sonst kaum etwas leben kann.
  • Sie sind Futter für Fische, Frösche, Vögel, Spinnen und Fledermäuse.
  • Manche winzige Mücken bestäuben Pflanzen, sogar Kakaoblüten! Ohne Mücken gäbe es in manchen Ländern keine Schokolade.
  • In kalten Regionen sind schlüpfende Mückenschwärme eine wichtige Nahrung für Zugvögel und schützen sogar Landschaften vor zu viel Zerstörung durch Tiere.

Werde Mückenjäger!
Wenn du jetzt neugierig bist, kannst du sogar selbst zur Mückenforschung beitragen. Beim Projekt „Mückenatlas“ helfen Kinder und Erwachsene, Mücken zu fangen und einzuschicken. Dann wird genau untersucht, welche Arten in Deutschland leben und ob sie gefährlich sein können.

So funktioniert’s:

  • Fangen: Mit einem Glas eine Mücke lebend einfangen – nicht zerquetschen!
  • Einfrieren: Über Nacht ins Gefrierfach legen.
  • Einsenden: Mit einem Formular gut verpackt zur Forschung schicken.

Du bekommt von den Forscherinnen und Forschern nach der Analyse sogar einen Steckbrief zur Mückenart. Und wer weiß, vielleicht wird dein Name auf der Mücken-Karte Deutschlands verewigt! Falls du mitzumachen möchtest, schau dir den Link an:  https://mueckenatlas.com/mueckenjaeger-werden/

 

Quellen
https://unsplash.com/de/fotos/braunes-und-schwarzes-insekt-80a3A_BFeic
https://www.ardalpha.de/wissen/natur/tiere/insekten/wenn-stechmuecken-den-schlaf-rauben-plage-100.html
https://www.mdr.de/wissen/umwelt-klima/wozu-sind-muecken-nutze-102.html
https://www.geo.de/natur/tierwelt/muecken-warum-rotten-wir-moskitos-nicht-einfach-aus-30169116.html
https://mueckenatlas.com/mueckenjaeger-werden/
https://mueckenatlas.com/unsere-forschung/
https://www.swr.de/swrkultur/wissen/deshalb-stechen-muecken-manche-menschen-haeufiger-100.html
https://www.logo.de/stechmuecken-im-anflug-100.html