Wenn draußen der Wind pfeift und Schnee die Bäume bedeckt, kuscheln wir uns warm ein. Aber was machen eigentlich die Tiere, wenn der Winter kommt? Sie haben ihre ganz eigene Wintermode.
Vom Seidenweichen bis zum Widerborstigen
Wenn wir uns zwischen einem Fell so weich wie Seide und einem stachelig-robusten entscheiden müssten, würden wir uns sicher alle für das kuschelig-weiche entscheiden. In der Tierwelt gibt es beides und jede Art von Fell hat seine ganz eigene Funktion. Das Hermelin etwa trägt ein seidenweiches Winterkleid, während das Wildschwein sein stacheliges, schützendes Outfit trägt. Säugetiere haben für jeden Lebensraum genau das passende Fell, damit sie auch bei eisigen Temperaturen nicht frieren.
Das Geheimnis der kuscheligen Felle
Wegen des Fells frieren Tiere im Winter nicht, obwohl sie keinen Schal oder warme Stiefel haben. Es besteht aus verschiedenen Haartypen:
- Deckhaare: lang und kräftig, wie eine Schutzschicht gegen Wind und Regen.
- Grannenhaare: mittellang, fangen kleine Mengen Luft ein und isolieren.
- Wollhaare: kurz, dünn und gekräuselt, halten die Körperwärme fest wie eine warme Daunendecke.
Die Luft, die zwischen den Haaren eingeschlossen wird, ist dabei der wahre Star. Sie leitet Wärme nur sehr schlecht weiter und wirkt wie ein natürlicher Wärmeschutz.
Auch Vögel setzen auf kleine Luftpolster zwischen ihren Federn. Die winzigen Daunen auf der Haut sorgen dafür, dass kaum Wärme verloren geht.
Rekordhalter der Pelze
Manche Tiere setzen noch eins drauf: Der Fischotter ist ein echter Pelzprofi. Auf jedem Quadratzentimeter seines Körpers wachsen rund 80.000 Haare! Zusätzlich sorgen Talgdrüsen dafür, dass die Haut selbst beim Tauchen trocken und warm bleibt. Der Eisbär hat ebenfalls ein einzigartiges Fell: lang, dicht und hohl, dazu schwarze Haut, die Sonnenwärme aufsaugt. Die perfekte Ausstattung für die Arktis.
Ob Fischotter, Eisbär oder Hermelin: Die Tierwelt hat unzählige Tricks entwickelt, um warm durch den Winter zu kommen. Ihre „Wintermode“ besteht aus cleveren Fellen, Daunen, Luftpolstern und Fettreserven. Wer braucht da schon Tee und warme Socken, wenn man die perfekte Naturausstattung hat?
Quellen: https://www.bund.net/themen/aktuelles/detail-aktuelles/news/tiere-im-winter-so-ueberleben-sie-die-kalte-jahreszeit/ https://naturdetektive.bfn.de/lexikon/zum-lesen/jahreszeiten/winter/wie-waermt-das-winterfell.html https://unsplash.com/de/fotos/nahaufnahme-eines-fuchses-im-schnee-YfP_VibQbhg https://www.tagesanzeiger.ch/kaelte-und-winter-so-funktionieren-pelze-und-felle-von-wildtieren-249855392893 https://www.wwf-junior.de/tiere/tiere-im-winter
